Nam Fon und Kanokwan machen ihren Weg

Projektreise 2019

09. Feb. 2019

Heute treffe ich nach einem Jahr unsere Stipendiatinnen Nam Fon und Kanokwan in Fang wieder. Wir kennen uns jetzt schon im vierten Jahr und die beiden freuen sich total. ich mich natürlich auch.

Zunächst besuchen wir Nam Fon (18). Sie lebt mit ihrer Muter und ihren beiden Geschwistern wieder in dem etwas größeren Haus, das wir von vor zwei Jahren kannten. Zwischenzeitlich mußten sie in eine alte Baracke zurückziehen, da der Vermieter das Haus teurer vermieten wollte. Hier ist es heller und alle haben mehr Platz. Die Miete beträgt 800 THB/mtl/ca.22€. Nam Fon geht es gut. Wir unterstützen die Familie bei der Miete, Schuluniform und Schulaktivitäten sowie Schulgeld. Nam Fon arbeitet an den Wochenenden 8 Std. tgl. und verkauft Snacks. Sie verdient dann 220 THB am Tag / ca. 5,5 € um die Familie zu unterstützen. Die Mutter ist Tagelöhnerin. Es gibt leider nicht jeden Tag Arbeit. Sie verdient auf der Zwiebelplantage dann 250THB am Tag, also ca. 6,5 €. Ohne Ihre Hilfe müsste Nam Fon also auch auf der Plantage arbeiten. Sie möchte weiterhin Verkäuferin werden und macht nach diesem Semster ein 1 1/2 jähriges Praktikum in einem 7/11 Shop. Dort wird sie dann eigenes Geld verdienen. Auf meine Frage, was sie am liebsten in ihrer Freizeit macht, antwortet sie „Hausaufgaben“ .Es wird ein herzlicher Abschied und wir freuen uns Nam Fon weiter begleiten zu können.

Dann geht es zu Kanokwan (15). Auch hier gibt es ein herzliches Wiedersehen. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in der einfachen Bambushütte ihrer älteren Schwester und deren Mann. 3 weitere Brüder sind mittlerweile verheiratet. Auch Kanokwan hat sehr gute Noten und macht in ihrer Freizeit am liebsten ……… Hausaufgaben. Wenn Lernen ein Privileg ist…! Sie arbeitet an Wochenenden 5-7 Std. tgl. auf der Zwiebelplantage und verdient ca. 2,5€ am Tag. Die Mutter arbeitet als Tagelöhnerin in der Fabrik und verdient, wenn es Arbeit gibt, ganze 5€ am Tag. Kanokwan wünscht sich für ihre Zukunft einen kleine Laden für Kleidung führen zu können. Deshalb möchte sie gerne auf eine weiterführende Schule gehen können um Buchhaltung zu lernen. Wir machen ein paar Fotos und umarmen uns zum Abschied.

Beide jungen Frauen beeindrucken mich mit ihrer bescheidenen Zielstrebigkeit. Sie haben mir je eine Pop Up Karte gebastelt. Der Dank geht hier natürlich an Sie, liebe Spender, denn Sie öffnen den beiden die Möglichkeit auf eine hellere Zukunft als die auf einer Plantage als Tagelöhner arbeiten zu müssen. Besonders geht der Dank hier, wie auch bei allen anderen Empfängern/innen des Stipendienprogramms für Voll- oder Halbwaisen aus dem Shan-Staat, an Herrn Detlev Elsner. Er hat alle Stipendiaten/innen vor 4 Jahren mit uns besucht und das Programm ins Leben gerufen.

Informationen zum Verlauf des Stipendienprorammes findes Sie unter Projekte oder im Blog

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