Medizinische Unterstützung für Klosterschule im Shan-Staat

Die Wan Ngaen Schule benötigt Hilfe für erkrankte und/oder verletzte Novizen und Lehrkräfte.

Schulgebäude für die Novizen und Kinder aus der Umgebung

Wan Ngaen, das ist ein kleines Dorf in dem sich ein ebenso kleines buddhistisches Kloster befindet. Es liegt im östlichen Shan-Staat, bei der Stadt Kengtung in Myanmars Nordosten.

2016 nahm der Abt Aggga Sena mit uns Kontakt auf. In Chiang Mai trafen wir uns zum ersten Mal. Dort erzählte er uns von seinem Plan, dort eine Schule zu bauen. Hier sollen Kinder unterrichtet werden, die aus der weiteren Region (ca. 10 Dörfer) von Kengtung stammen. Bitte lesen Sie hierzu unseren Bericht.

die Dorfbewohner sind stolz auf das Geschaffte

Agga Sena hat nicht nur geredet. Er hat seine Pläne genauso umgesetzt. Ich habe Wan Ngaen mehrfach besucht und die Entwicklung hat mich beeindruckt. Alles hier muss mit Spenden bezahlt werden. Dies sind meist Spenden von gläubigen Buddhisten, die von diesem Ort gehört haben und mit einer Spende ihr Karma positiv beeinflussen möchten. Aber es helfen auch Bewohner aller zehn Dörfer, die die Schule und die Clinic erreichen sollen, mit. Hierzu wechseln sie sich auf den Feldern ab und helfen abwechslend in Wan Ngaen.

Gemeinschaftsarbeit

Mit der Spende einer wohlhabenden Familie konnte hier auch eine kleine Clinic gebaut werden. Between-Borders hat diese Clinic ausgerüstet und die Toiletten und Waschräume gebaut. Außerdem finanzierten wir den Einsatz freiwilliger Krankenschwestern, die hier in mehreren Einsätzen hunderte Menschen untersucht haben. In einigen Fällen haben wir eine weitere Behandlung in einem Krankenhaus veranlasst und bezahlt. Auch wurden durch die Schwestern Schulungen zu Gesundheitsrisiken, Familienplanung, Ernährungsthemen oder Hygienethemen angeboten. Solch ein Angebot wahrzunehmen ist für die verarmte Bevölkerung aus den Bergen um Kengtung sonst undenkbar. Auch haben alle permanent Angst vor den Einschüchterungen und der Diskriminierung durch die burmesischen Behörden und gehen schon deshalb nicht gern in die Stadt. Lesen dazu unseren Bericht

Vor kurzem haben sich zwei der Mönchsnovizen beim Spielen in der Schulpause verletzt. Sie sind durch die Veranda eines der Schulgebäude bebrochen und gestürzt.

Aua, das tat sicher weh
er sieht aber auch nach einem echten Racker aus

Später ist eine der Lehrerinnen ohnmächtig geworden und sie mußte ins Krankenhaus transportiert werden. Dort wurde sie untersucht und erstmal behandelt, bis es ihr wieder besser ging.

In solchen Fällen fallen natürlich Kosten an. Diese setzen sich zusammen aus Transportkosten (von Wan Ngaen ins Krankenhaus nach Kengtung oder einer anderen Heilstätte und wieder zurück), Kosten für Medikamente und anfallende Krankenhauskosten. Auch ist es notwendig, daß im Falle eines Aufenthaltes im Krankenhaus eine Begleitperson mitkommt, die sich um alles Notwendige vor Ort kümmert. Diese schläft im Krankenhaus meist unter dem Patientenbett. Patienten und Begleitperson müssen selbstverständlich auch essen und trinken. Auch das muß organisiert werden. Es wurde deutlich, daß es für diese Fälle kein Budget in der Tempelschule gibt. Im Bedarfsfall muß gehofft werden, daß die Kosten durch eine Spende abgedeckt werden können. In Myanmar herrscht ein, zur Zeit immer mehr eskalierender Bürgerkrieg. Neben einigen anderen Gebieten des Landes ist der Shan Staat ein Schwerpunkt. In Wan Ngaen gibt es auf Grund der großen Ruhe und Umsicht des Abtes eine relative Sicherheit für die Kinder. Zur Zeit gehen hier 178 Kinder zur Schule und diese werden von 10 Lehrkräften unterrichtet.

Wir haben mit dem Abt Agga Sena zunächst ein Jahresbudget von 1.600€ vereinbart. Beginnend vom 01. Dezember an werden wir nach einem Jahr sehen, wie der tatsächliche Bedarf war. So ist dieser für so viele Menschen wichtige Ort, auf dieser Flanke finanziell zunächst abgesichert. Mit Agga Sena bin ich in kontinuierlichem Kontakt und im April 2024 werde ich ihn evtl. treffen. Allerdings muß dieses Treffen dann stattfinden, wenn er sich in Thailand aufhalten sollte. Ein Besuch im Shan-Staat ist wegen des Krieges dort, für uns zur Zeit nicht möglich.

Hier die Worte, mit denen sich der Abt Agga Sena im Anschluss an seine Anfrage um Hilfe bei between-borders für die jetzige und die bisherige Hilfe bedankt.

„………. Schließlich möchte ich mich beim gesamten Team von between-border’s für die geleistete Hilfe, besonders im medizinischen Bereich, bedanken. Wir haben das medizinische Team von between-borders (Marcus Mitwollen von bb und zwei Krankenschwestern die aus Wan Ngaen/Kengtung stammen, nun aber in Bangkok arbeiten. Eine von ihnen war eine unserer ersten Stipendiatinnen…….Anm. d. Autors) vor der Pandemie mehrmals bei uns willkommen heißen dürfen. Ich wünschte, wir könnten solche Besuche wieder planen sobald die Bedingungen (ein Ende des Krieges …..Anm. d. Autors) dies wieder möglich machen. Ich möchte mich hier ausdrücklich bei allen Mitgliedern und Spendern bedanken die diese medizinische Hilfe möglich machen. Ich verspreche hier, daß das Geld ausschliesslich für die vereinbarten Zwecke verwendet werden wird und wir dies mit Belege über alle Ausgaben, Fotos und einem Jahresbericht belegen werden. Danke“

Aggasena Lengtai , Wan Ngaen Monastic School Kengtung, Shan State

alte Freunde: Abt Aga Sena und der Autor Marcus Mitwollen 2019 in Wan Ngaen/östl. Shan Staat

Marcus Mitwollen

Marcus ist seit 2006 im Verein tätig und war schon Mitglied bei 'Helfen ohne Grenzen Deutschland'. Er ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in Bremen. Von Beruf ist er Intensiv/Anästhesiepfleger im Schichtbetrieb und Bewegungslehrer. Im Verein ist er fast von Beginn an im Vorstand aktiv. Die thailändisch/burmesische Grenzregion kennt er seit 30 Jahren und spricht leidlich Thai. Ihn hat man am Telefon wenn man between-borders anruft.

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