Lasst einen Traum wahr werden

Am 08.11.2012 machten wir uns wieder einmal auf den Weg nach Thailand. Voller Erwartungen ging es von München aus mit Emirates via Dubai nach Bangkok. Nach einer Nacht in Bangkok machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg in den Norden, nach Chiang Mai. Unsere Partnerorganisationen, welche für uns vor Ort die einzelnen Projekte und Studentinnen betreuen, sind in Chiang Mai ansässig. Geplant haben wir den Besuch unserer drei Studentinnen, Ms. Karakad Jomeharn, am Lanna Comercial College L.C.C. in Chiang Mai und Ms. Ratchanee Khamsai, an der Rajaphat University Chiang Mai sowie Ms. Patumporn Panan, in der Rajaphat Chiang Rai University. Den von uns unterstützten Kindergarten in Piang Luang haben wir dieses Mal nicht besucht.

Da wir die beiden Studentinnen in Chiang Mai nicht nur in der Schule besuchen wollten haben wir sie zusammen mit Charm Hom, Mitarbeiterin von SWAN-Education, zum Abendessen eingeladen. Somit hatten wir ein wenig mehr Zeit mit den beiden über ihre Studiengänge und Fortschritte sowie über ihr Leben in Chiang Mai zu sprechen. Beide erzählen uns viel über Ihre Zeit auf den College bzw. der Universität. Jedes Jahr verlieren sie ein bisserl mehr von ihrer Schüchternheit und trauen sich auch immer mehr mit uns auf Englisch zu sprechen. Die Bilder (1-3) zeigen uns bei dem gemeinsamen burmesischen Abendessen. Wir haben uns dann noch für den nächsten Tag verabredet und konnten beide nochmals in der Schule besuchen.

Besuch unserer Studentin, Ms. Karakad Jorneharn, am Lanna Comercial College L.C.C. in Chiang Mai: Karakad erhält aus der hapa-Spende Unterstützung, so dass sie ihr Studium absolvieren kann. Es wird dafür gesorgt, dass ihr die Unterkunft, Verpflegungs- und Transportkosten, das Schulgeld und Schulmittel sowie ein kleines Taschengeld bezahlt werden. Karakad hat keine Eltern mehr, lebt ganz alleine in Chiang Mai und muss bereits heute auf eigenen Beinen stehen. Ohne die Hilfe und Unterstützung von Between Borders und den Spendern, die dahinter stehen, könnte sie sich das Studium nicht leisten. Karakad zeigt uns ihre Schule (Bild 4) und berichtet, dass sie bei Ihrem Sprach-Studium „Englisch und Chinesisch“ gute Fortschritte macht. Karakad ist sich noch nicht sicher was sie nach ihrem Studium machen möchte. Durch die Sprachen stehen ihr viele Wege offen. Sie hat noch drei Semester vor sich und wird sich bald entscheiden müssen. Bei ihr müssen wir uns keine Gedanken machen, da sie genügend Selbstbewusstsein hat und sicherlich die richtige Entscheidung für sich treffen wird.

Besuch unserer Studentin, Ms. Ratchanee Khamsai, an der Rajaphat University Chiang Mai: Anstatt der gesamten Kosten wird für Ratchanee nur die Schulgebühr übernommen. Sie ist ebenfalls aus der HIV-Gruppe, Halbwaise und lebt zusammen mit Ihrem Vater in Chiang Mai, der dort Arbeit gefunden hat. Deswegen fallen für sie keine weiteren Kosten wie Unterkunft, Verpflegung, Transportkosten, etc. an. Ratchanee ist eine nette, aufgeschlossene junge Studentin. Sie studiert an Universität in der „Faculty of Education“. Im Anschluss an ihrem Studium möchte sie als Lehrerin zurück nach Piang Luang gehen und dort unterrichten. Sie hat schon super Fortschritte gemacht und kann sich bereits sehr gut auf Englisch verständigen. Ratchanee (Bild 5) ist eine ganz herzliche und liebe Person die sicherlich auch ihren Weg machen wird. Schön ist es, das sie nach Abschluss des Studiums wieder zurück an die burmesische Grenze möchte um dort zu unterrichten. Dies verstehen wir unter Hilfe zur Selbsthilfe.

Besuch unserer Studentin, Ms. Patumporn Panan, in Rajaphat Chiang Rai University: Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Chiang Rai, zum Besuch unserer dritten Studentin. Patumporn studiert dort Public Health. Die Universität liegt am Rande von Chiang Rai und ist wie eine eigene kleine Stadt mit vielen Grünanlagen und Seen (Bild 6 und 7) angelegt. Sie beheimatet über 20000 Studenten, welche in unterschiedlichsten Studienzweigen geschult werden. Mit der uns schon vertrauten asiatischen Freundlichkeit hat uns Patumporn empfangen. Wir trafen uns mit Ihr zur Mittagspause und nutzten die Gelegenheit, dass wir auch sie zum Essen (Bild 8 und 9) einladen konnten. Sie erzählt uns vom Unterricht und von den vielen Klausuren, die sie schreiben und bestehen muss. Nur mit viel Fleiß und ganz viel Lernen ist es möglich das umfangreiche Studium zu bewältigen. Patumporn hat nunmehr noch 2 Jahre vor sich. Nach Abschluss ihres Studiums will auch sie unbedingt wieder zurück in ihre Heimat und dort selbst unterrichten oder Gemeindearbeit leisten. Das freut uns umso mehr, denn das ist auch einer der Grundgedanken der Studienunterstützung, indem das Gelernte später auch für das eigene Volk zum Nutzen gemacht wird.

Alle drei Studentinnen wissen, dass sie viel Glück hatten, indem ihnen das Studieren ermöglicht wurde. Ohne die Unterstützung aus Deutschland hätten sie keinerlei Chance gehabt ihren Traum zu verwirklichen. Alle drei Studentinnen „Karakad, Ratchanee und Patumporn“ sind dankbar und schicken uns ganz liebe Grüße mit nach Deutschland an die vielen einzelnen Spender aus den hapa-Werksvertretungen. 

Den Kindergarten haben wir nicht besucht. Der erste Vorsitzende von Between Borders, Karl Förster, hat den KIGA erst ein paar Tage vor unserer Anreise besucht. Karl Förster lebt seit Mitte 2012 fest in Chiang Mai und kann von dort aus die Belange der kleinen Hilfsorganisation bestens vertreten. Es ist sehr gut für die Hilfsorganisation ständig jemanden vor Ort zu haben, auch hinsichtlich des Reporting für die vielen einzelnen Spender. Im KIGA ist alles bestens. Derzeit werden dort 20 Kinder betreut und täglich versorgt. Bei unserer nächsten Reise nach Thailand werden wir selbst wieder den KIGA besuchen, der nunmehr schon das fünfte Jahr über die hapa-Spende finanziert werden konnte.

Zurück in Deutschland: Und nun können wir erneut einen Traum wahr werden lassen! Durch die vielen Einzelspenden der letzten Weihnachtsaktion 2012 konnten wir eine Gesamt-Spende in Höhe von 8632,00 Euro an „Between Borders e.V.“ überweisen. Der gesamte Spendenbetrag setzt sich aus folgenden Einzelspenden zusammen:

  • Verkaufsbüro München 1.280,00 Euro
  • Verkaufsbüro Nürnberg    890,00 Euro
  • Verkaufsbüro Gießen    860,00 Euro
  • Verkaufsbüro Berlin    730,00 Euro
  • Verkaufsbüro Dresden    700,00 Euro
  • Verkaufsbüro Augsburg    525,00 Euro
  • Verkaufsbüro Stuttgart    250,00 Euro
  • Verkaufsbüro Schorndorf    250,00 Euro
  • Verkaufsbüro Kaiserslautern    100,00 Euro
  • Hr. Haug, Th. Seltmann und Werner Seltmann 2.200,00 Euro
  • Hr. Seliger (Grafikdesign)    100,00 Euro
  • Hr. Haspel (Geschäftsleitung)    750,00 Euro
  • Gesamtbetrag: 8.632,00 Euro

Im Namen von Between Borders möchten wir uns bei allen Vertriebsmitarbeitern der hapa-Verkaufsbüros, Herrn Werner Seltmann und sein gesamtes Team für die wiederum tatkräftige Unterstützung vielmals bedanken. Durch die großzügige Spende wird es uns gelingen den gesamten Unterhalt für den Kindergarten und einen großen Teil der Unterstützung für die Studentinnen zu decken. Bei Klaus Pietruschka, Mitglied im Verein Between Borders e.V., möchten wir uns wieder für die Organisation und Spendenabwicklung recht herzlich bedanken. Auch in Zukunft werden wir uns für die Flüchtlinge aus Burma einsetzen und versuchen den Menschen dort ein wenig Unterstützung zu geben. Wir können versichern, dass das Geld dort ankommt wo es am nötigsten gebraucht wird. Auf der Internetpräsenz von Between Borders finden Sie immer die aktuellen Berichte und News. Sehen Sie einfach mal rein: www.between-borders.de

ENTSCHEIDUNG: „Was wir heute tun, entscheidet, wie die Welt morgen aussieht“

Erstellt von Armin Haspel

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