Gemeinsames Essen mit Stipendiaten/innen

v.l. Jamphong(SWAN), Mon Sai, Muk, Sue, Marcus (bb), Proi, Sutiporn, Jaruwan, Tip (SWAN/MAP Radio), Charm Hom(SWAN), Porn (SWAN)

Feb. 2019, Chiang Mai, Thailand

Die Termine werden eng. Meeting jagt meeting und wir überlegen gemeinsam, wie wir etwas Zeit einsparen können. Es lägen nun Besuche bei all den Stipendiaten/innen unseres Programmes zur Unterstützung von Waisen an. Wir besprechen zunächst die persönlichen Umstände aller Hilfsempfänger/innen. Da es bei keinem/er gravierende Veränderungen gegeben hat, beschließen wir, 3 von ihnen zum Essen einzuladen. Zusätzlich werde ich drei junge Frauen kennenlernen, die SWAN zu einem Stipendium vorschlägt. Hier wird es für uns eine kleine Überrraschung geben.

Wir treffen uns in dem kleinen Shan Restaurant ‚Neighbour’s kitchen‘, das der Schwester meiner alten Freundin aus ‚Helfen ohne Grenzen‘ Tagen, Hseng Noung (SWAN), und ihrem Mann gehört.

Sutipon

Sutipon 18J., Lanna Polytechnic ChiangMai Technological College, Chiang Mai

besucht die Berufsschule für Baufacharbeiter

Art der Hilfe: Transport von zu Hause zur Schule und zurück, Verpflegung

Wir freuen uns, uns wiederzusehen. Mittlerweile kennen wir uns ja auch seit einigen Jahren. Besonders Sutiporn hat sich von einem Jungen zu einem jungen Mann entwickelt. er ist jetzt 18 Jahre alt. Wenn ich diese Zeilen schreibe, hat Sutiporn seine Berufsschule für Bauwesen mit einem Hammernotendurchschnitt beendet. Wir konnten ihm diesen Weg erleichtern. Sein Ziel hat sich vom Baufacharbeiter zum Ingenieur gewandelt. Nun steht alo ein Studium an. Besonderns positiv ist, daß Sutipon sich bei SWAN einbringt, wo er nur kann und so zurückgibt, was SWAN ihm mit unserer/Ihrer Hilfe ermöglicht hat.

Jaruwan (Proi)

Jaruwan Pintar (Proi) 20J., Chiangmai Commercial College

lernt Buchhaltung

Art der Hilfe: Transport zur Berufsschule und Schulverpflegung

Proi muß noch ein Jahr zur Schule gehen wo sie Buchhaltung erlernt. Ihr Traum, eine Ausbildung zur Köchin zu machen, hat sich leider vorerst zerschlagen. Sie verliert ihn aber nicht aus den Augen. An ihrer Lebenssituation hat sich nichts verändert. Ohne unsere Unterstützung, wäre ein Schulbesuch in Chiang Mai nicht möglich und sie müsste arbeiten gehen.

Punyaporn (Proi)

Punyarpon Kamsaen (Proi) 15J., Kovit Secondary school bei Chiang Mai

Art der Hilfe:  Schulgebühr, Transport

Proi spricht mittlerweile ein recht gutes englisch. Sie ist weiter ein offenes, fröhliches junges Mädchen. Auch ihr Schulbesuch wäre ohne unsere Hilfe nicht ohne Weitere möglich. Sie steht in Kontakt mit SWAN und nimmt an Aktivitäten der Stiftung teil. Ich kann mir gut vorstellen, daß sich Proi später einmal bei SWAN engagieren wird. Auf meine Frage sagt sie, ‚ sie habe große Lust dazu‘

Treffen mit Wanpen

Wanpen Sengford 20 J., Rachamangalar Lanna college


studiert: Buchhaltung

Art der Hilfe: Studiengebühr,Verpflegung an der Uni

Wanpen macht uns allen etwas Sorgen. Nicht etwa, weil sie eine schlechte Schülerin ist. Im Gegenteil. Sie spricht ein gutes Englisch, unterhält sich mit mir über ihren Traum, Psychologie studieren zu können und ihre aktuelle Situation mit einem Studium, daß ihr nicht wirklich Spaß macht. Problem ist ihre gesundheitliche Situation mit einem angebohrenen schweren Herzfehler. Sie muß regelmäßig ins Krankenhaus um durchgecheckt zu werden und fällt dadurch im Stoff immer wieder zurück. Aber sie kämpft und will ihren Traum nicht aus den Augen verlieren. Mit den Schwestern von SWAN ist sie eng verbunden.

Tanapon Sarades (Mike), 22J., Mae Jo Universität Chiang Mai

studiert: Tiermedizin

Art der Hilfe: Studiengebühr, Miete, Verpflegung

Mike können wir leider nicht treffen, da er sich mitten im Abschlußexamen befindet.

dies gilt auch für:

Nattitatar Ongnerng 23J, Rachamangalar Lanna college

studiert: business administration, 2. Sem. im 3. Jahr – noch 1 Jahr verbleibend

Art der Hilfe: Verpflegung in der Uni, Miete

Über die Ergebnisse werden wir Sie informieren.

Schliesslich lerne ich drei junge Frauen und ihre Geschichte kennen. Alle drei gehen studieren, könnten dies aber ohne Hilfe nicht obwohl sie nebenher arbeiten gehen. Sie kommen aus dem Shan Staat und ihre Familien sind stark betroffen von den Kämpfen mit der burmesischen Armee.

Es sind:

Muk

Muk, 18J, Halbwaise, Vater bei Kämpfen getötet. Studiert Management und möchte Grundschulllehrerin werden.

Mon Sai, 19J, Eltern Tagelöhner, arbeitet selbst auf Plantage, 3 Geschwister, studiert Englisch und träumt davon ein Stewardess zu sein.

Sue
Mon Sai

Sue, 27J, ist mit nur einem verkrüpellten Bein geboren, Vater hat Beine und einen Arm verloren, kann also nicht zum Familieneinkommen beitragen. Ich kenne Sue aus dem IDP Camp Kong Murng Muang wo ich sie als damals ca. 15 jährige erstmals getroffen habe. Bereits damals war ich von ihrer Kraft, ihrer direkten freundlichen Art und ihrem Willen beeindruckt. Sie studiert Business Computer.

Bei einem späteren Gespräch mit unserem Freund, Mitglied und ehemaligen ersten Vorsitzenden Günther Pohl erfahre ich zufällig, daß er mit seiner Frau Saisuda alle drei Frauen als Kinder mit einem Stipendium unterstützt hatten. Da ihnen dies fianziell nicht weiter möglich war, machten sie sich bereits Gedanken, was aus den dreien denn wohl geworden sei. Sie waren sehr erleichtert, daß die Ausbildung aller drei jungen Frauen nun gesichert zu sein scheint. Eine schöne Geschichte.


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