Ausgesetzt

Bei unserem letzten Besuch im Camp Kong Mong Muang sah ich ein neues Gesicht unter den Kindern. Wir hatten eine Besprechung im Lehrer Büro, gleich neben der Schule. Der Junge, Kham Tuen, stand die ganze Zeit auf dem Pausenhof und schaute zu uns herauf. Mir wurde berichtet, Kham Tuen sei erst seit zwei Wochen im Camp KMM. Sein Stiefvater setzte ihn in Mae Hong Son aus, Leute brachten ihn dann ins Camp.
Diese Praxis ist hier nicht unüblich. Die Eltern können ihre Kinder nicht ernähren, sind Wanderarbeiter (so bekommen die Kinder keine Ausbildung) und es muss manche viel Überwindung kosten, denn herzlos sind sie ganz bestimmt nicht, nur nicht in der Lage die Bäuche zu füllen und den Kindern Möglichkeiten für die Zukunft zu geben.

Wir haben viele solcher Kinder in den Projekten, die wir betreuen. Sie sind zwar keine Waisen, aber doch Kinder in Not, die unserer Unterstützung bedürfen.  Kham Tuen ist nur ein Beispiel für viele Kinder im Grenzgebiet. Im Camp hat er zumindest ein Dach über dem Kopf, Schutz, Nahrung, Kleidung, Kammeraden, Betreuer und die Hauptsache ist, er kann zur Schule gehen.

Ich fragte, warum schaut Kham Tuen ständig zu uns rauf und spielt nicht mit den anderen Kinder; ist er ein Outsider. Nein, der will nur Deine Kamera benutzen, der ist ganz verrückt darauf Fotos zu machen. Diesem Wunsch konnten wir nachkommen.

Wie gesagt, wir betreuen viele solcher Kinder in verschiedenen Camps, Ausbildung ist unser höchstes Ziel. 

Wollen Sie uns beim Helfen helfen, wären wir sehr dankbar!

Euer between-borders Team

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